Heute kam ich mir seltsam vor. Als ich von Klein-Linden kommend nach Lützellinden fuhr und am Ortsschild vorbei rauschte, war da so ein Gefühl in der Magengegend. Seit Monaten bin ich nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Den kleinen Berg, den ich kurz vor der Ankunft erklimmen muss, konnte ich spielerisch nehmen - ein Druck auf das Gaspedal machte es möglich. Irgendwie ungewohnt. Zu meiner Verteidigung kann ich natürlich sagen, dass gestern mein Vorderrad am Fahrrad zweimal derart platt war, dass es eine Generalüberholung braucht. Ein mittags eingesetzter neuer Schlauch sollte nicht abends schon wieder kaputt sein.
Wie auch immer - das "ohne Auto Experiment" hat wirklich viel gebracht. Wir wissen jetzt, dass wir ohne Auto auskommen. Natürlich ist es für uns auch einfacher: Christina muss zur Schule nur drei Kilometer fahren, ich habe nur 10 Kilometer zur Arbeit. Der Bäcker ist 300m entfernt, ein Supermarkt 800 Meter. Die Sixt-Niederlassung haben wir am Ende der Straße und der Bus fährt fast vor der Haustür ab. So wäre ich heute morgen sicher auch mit dem Bus zur Arbeit gekommen.
Aber es ist schön, wieder mobiler zu sein. Ein eigenes Auto ist eben doch ein Stück Freiheit. Und dafür sind wir dankbar. An den regelmäßigen Blick auf die Benzinpreise zwecks Schnäppchenjagd muss ich mich allerdings erst wieder gewöhnen. Vielleicht poste ich hier auch noch ein paar Dinge, die uns während der Zeit ohne Auto beschäftigt haben. Für den Moment soll es aber genügen, das Ende des "ohne Auto Experiments" zu vermelden.
Montag, 4. Juli 2011
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